Montagabend, 20:00 Uhr

Mehr als 60 Sängerinnen und Sänger sind wir in unserem gemischten, selbstständigen und konfessions-ungebundenen Chor. Zur Chorprobe zu gehen ist für uns immer wie ein Entrücken aus dem Alltag. Jeden Montagabend gibt es ein großes Hallo im Gemeindehaus der Zionskirche. Alle freuen sich auf's Singen. Mal sehen, was die Probe diesmal für uns bereithält.

Es dauert einen Moment – oder auch zwei – bis das Einsingen beginnen kann. Enno Kinast erwärmt unsere Stimmen und zeigt mit seinem eigenen wundervollen Klang, wie es geht.  Seine Begeisterung und sein Enthusiasmus für Chormusik sind ansteckend. Geduldig und mit viel Humor führt er uns an kleine und große Werke heran. Stets sorgen seine positive Ausstrahlung und motivierende Ansprache für ein gutes Gefühl und Begeisterung während der Proben.

Rückt ein Auftritt näher, steigt die Konzentration, vor allem steigt die Vorfreude; aus dem Geübten wird Musik. Ob großes Konzert mit Orchesterbegleitung, Auftritt bei einem Fest oder musikalische Gestaltung eines Gottesdienstes, Enno macht uns Mut: „Das ist schöne Musik, freut euch darauf!“ Es ist solche Musik, die uns verbindet. Es ist die Dankbarkeit des Publikums, die uns darin bestärkt.

Gemeinsame Reisen, Ausflüge, Feiern, Stimmbildungstage und Probenwochenenden bringen Abwechslung in das Chorleben und festigen das harmonische Miteinander.

 

 
 

Kleine Geschichte der Handorfer Kantorei

 

Die Handorfer Kantorei ging im Jahr 1978 aus dem Kirchenchor der evangelischen Zionskirche in Münster-Handorf hervor und führt seit 1979 ihren jetzigen Namen.

Der damalige Chorleiter Thomas A. Schneider machte die Handorfer Kantorei innerhalb der folgenden 20 Jahre über Münsters Grenzen hinaus bekannt. Schwerpunkt war zunächste der a-cappella-Gesang, doch ab 1986 folgten regelmäßig oratorische Aufführungen. Unter anderem wurden Werke zeitgenössischer Komponisten einstudiert, darunter Werke des Chorleiters persönlich. Besonderes zu nennen ist die Mitwirkung der Handorfer Kantorei bei der Urauführung des Droste-Oratoriums "Lebend´ges Land" im Jahr 1997 in der Kirche St. Lamberti zu Münster, einem Werk des chinesischen Komponisten Shih anlässlich des 200. Geburtstags der Dichterin Annette von Droste Hülshoff.

Im Jahr 2000 löste sich die Handorfer Kantorei von der Zionskirche und wurde ein eigenständiger Verein. Ein enger Kontakt zwischen Chor und Gemeinde blieb jedoch bis heute bestehen.

Im selben Jahr übernahm die engagierte Kirchenmusikerin Michaela Ratte den Chor. Unter ihrer Leitung wuchs die Zahl der Mitglieder und die Handorfer Kantorei entwickelte sich zu einem renommierten Konzertchor. Kooperation mit anderen Chören, große Konzerterlebnisse und eindrucksvolle Reisen, u.a. nach Rom, Salzburg und Venedig, prägten diese Periode.

Nach Michaela Rattes frühem Tod im Jahr 2010 trat Verena Schürmann, Domkantorin in Münster, die Nachfolge an. Sie dirigierte die Handorfer Kantorei bis Mitte 2013. Ein herausragendes Ereignis unter ihrer Leitung war die Aufführung der Friedensmesse "The Armed Man" von Karl Jenkins.

Zunächst als Schwangerschaftsvertretung für Verena Schürmann eingesetzt, wurde Michael Schmitt, Kantor an der Telgter Propsteikirche St. Clemens, im Jahr 2014 zum neuen Chorleiter gewählt. Höhepunkt und Abschluss seines Engagements war die Aufführung des Mendelssohn-Oratoriums "Elias" im Februar 2020.

Im März 2020 übernahm Enno Kinast die Chorleitung.